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Gründungs- und Pionierphase
1888 – 1898
August Forel, geb. 1848, gründete per 1. Oktober 1888 die Trinkerheilstätte Ellikon, am 3. Januar 1889 trat der erste Patient ein. Das Haus war gänzlich alkoholfrei. Forel war mit seinen 31 Jahren Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich und führte gleichzeitig die Klinik Burghölzli.
Meilensteine
Zum ersten Mal wurde Alkoholismus ausserhalb einer psychiatrischen Anstalt behandelt.
In der damaligen Zeit war der Abstinent-Gedanke neu. Alkohol ein Lebenselixier und gehörte einfach dazu.
Die Leitung des Hauses wurde einem Laien übertragen. Der Schuhmacher J. Bosshard war Mitglied im blauen Kreuz und lebte abstinent.
Die Heilstätte Ellikon öffnete ihre Türen für Männer und Frauen. Als Behandlungsdauer wurden durchschnittlich vier Monate angesetzt.
Phase des Fürsorge-Konzepts 1898 – 1975
Die neue Phase wurde durch Eugen Bleuler, ehemaliger Direktor der Klinik Rheinau, eingeläutet. Bleuler machte sich einen Namen durch die Erschaffung der Begriffe „Schizophrenie“ und „Ambivalenz“.
Eugen B. war ein strenger Mensch, lebte konsequent abstinent und verschrieb sich mit Leib und Seele der Therapie von Alkoholkranken. Wo Forel die Patienten noch in „Geheilte“, „Rückfällige“ und „Gebesserte“ einteilte, schuf Bleuler den Zustand „gebessert“ ab. Für ihn gab es zwei Möglichkeiten: Geheilt oder rückfällig.
Die Heilstätte behandelte ab dato nur noch Männer. Bleuler hielt fest, dass es die Kur störe wenn es beide Geschlechter in einem Haus gäbe.
In dieser Zeit wurde die Behandlungsdauer auf ein Jahr ausgedehnt mit einem viertel-Jahr Kontaktsperre zur Aussenwelt.
Die damalige Zeit stand unter dem Motto: Ora et labora. Gesund durch eine gläubige, tätige Gemeinschaft.
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Gründungs- und Pionierphase
1888 – 1898
August Forel, geb. 1848, gründete per 1. Oktober 1888 die Trinkerheilstätte Ellikon, am 3. Januar 1889 trat der erste Patient ein. Das Haus war gänzlich alkoholfrei. Forel war mit seinen 31 Jahren Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich und führte gleichzeitig die Klinik Burghölzli.
Meilensteine
Zum ersten Mal wurde Alkoholismus ausserhalb einer psychiatrischen Anstalt behandelt.
In der damaligen Zeit war der Abstinent-Gedanke neu. Alkohol ein Lebenselixier und gehörte einfach dazu.
Die Leitung des Hauses wurde einem Laien übertragen. Der Schuhmacher J. Bosshard war Mitglied im blauen Kreuz und lebte abstinent.
Die Heilstätte Ellikon öffnete ihre Türen für Männer und Frauen. Als Behandlungsdauer wurden durchschnittlich vier Monate angesetzt.
Phase des Fürsorge-Konzepts 1898 – 1975
Die neue Phase wurde durch Eugen Bleuler, ehemaliger Direktor der Klinik Rheinau, eingeläutet. Bleuler machte sich einen Namen durch die Erschaffung der Begriffe „Schizophrenie“ und „Ambivalenz“.
Eugen B. war ein strenger Mensch, lebte konsequent abstinent und verschrieb sich mit Leib und Seele der Therapie von Alkoholkranken. Wo Forel die Patienten noch in „Geheilte“, „Rückfällige“ und „Gebesserte“ einteilte, schuf Bleuler den Zustand „gebessert“ ab. Für ihn gab es zwei Möglichkeiten: Geheilt oder rückfällig.
Die Heilstätte behandelte ab dato nur noch Männer. Bleuler hielt fest, dass es die Kur störe wenn es beide Geschlechter in einem Haus gäbe.
In dieser Zeit wurde die Behandlungsdauer auf ein Jahr ausgedehnt mit einem viertel-Jahr Kontaktsperre zur Aussenwelt.
Die damalige Zeit stand unter dem Motto: Ora et labora. Gesund durch eine gläubige, tätige Gemeinschaft.
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Psychogenie-Phase und Beginn der Professionalisierungsphase 1975 – 1997
1975 wechselte das Hausvatersystem zur ärztlich geleiteten Klinik. Sondheimer war der erste Direktor der auch Arzt war. Ab 1991 wurde er zum Chefarzt und Direktor gewählt.
Die Professionalisierung wurde nicht nur in der Leitung sondern auch in den Berufsgruppen durchgeführt. Die Psychotherapie wurde angepasst und ausgebaut. Es war die Zeit der Psychogenie. Was bedeutet, dass alle Störungen eines Menschen auf psychische Faktoren zurück zu führen seien. Doch es wurden auch die ersten Grundzüge des interdisziplinären Konzepts geschaffen.
Meilensteine
Die Jahreskur wurde abgeschafft und die Kurzzeit-Therapie eingeführt.
Auch die Frauen durften sich wieder in der Klinik behandeln lassen. 1976 eröffnete Sondheimer das Behandlungszentrum für Frauen in Turbenthal.
Die Bettenanzahl wurde von 39 auf 82 Betten erhöht. Sondheimer versuchte in seiner Zeit, eine Jugendwohngruppe zu integrieren. Was leider an den Finanzierungsmöglichkeiten scheiterte.
Integrationsphase mit mehrdimensionalem Krankheitskonzept 1997 – heute
Ab 1997 übernahm Thomas Meyer die Funktion des Direktors und Chefarzts der Klinik. Er setzte sich seit Beginn seiner Funktion stark für die Umsetzung des Krankheitskonzepts ein und verfolgte den bio-psycho-sozialen Ansatz.
Alkoholismus ist eine Krankheit und Thomas Meyer distanzierte sich so vom Schuldgedanken bei alkoholkranken Menschen. Rückfälle sollten nicht sanktioniert werden, sondern zu einem nachhaltigen Behandlungsangebot führen.
Unter seiner Zeit lautete das Motto: Gegenseitiger Respekt, Psychotherapie auf gleicher Augenhöhe. Th. Meyer unterstützte die Selbstbestimmung der Betroffenen und nahm jede/n PatientIn als einzigartige Persönlichkeit wahr.
Neue Chefärztin und Führungsmodell ab Mai 2010
Nach der Pensionierung von Thomas Meyer Ende April 2010 übernahm zum ersten Mal in der Geschichte der Forel Klinik eine Frau die Position der Chefärztin. PD Dr. med. Monika Ridinger übernahm die ärztlich-therapeutische Leitung der Forel Klinik am 1. Mai 2010. Mit diesem Wechsel gab es gleichzeitig eine Änderung der Organisationsstruktur. Es wurde ein CEO-Modell eingeführt, indem der bisherigen Stv. Direktorin und Leiterin Verwaltung, Paola Giuliani, als Direktorin die Geschicke der gesamten Klinik anvertraut wurden.
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