Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interview)
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Bei
der motivierenden Gesprächsführung handelt es sich nicht um eine
psychotherapeutische Technik, sondern um eine therapeutische Haltung, welche
variabel einsetzbar und oft wirksam ist. Grundsätzlich geht es darum, bei
Betroffenen die Eigenmotivation zur Verhaltensänderung zu erhöhen. Im
Suchtbereich ist dieser Ansatz von William R. Miller und Steven Rollnick weit
verbreitet. Diese gehen von der Annahme aus, dass ein Mensch bezüglich seiner
Verhaltensänderung durchaus ambivalent ist. Mit anderen Worten, es gibt gute
Gründe die dafür und gute Gründe, die dagegen sprechen, das Verhalten zu
verändern.
Die
motivierende Gesprächsführung setzt daher beim Gesprächsführer eine bestimmte
Haltung voraus. Mit Druck, Überredungskünsten und Konfrontation lassen sich
Menschen kaum zur Auseinandersetzung mit ihrem Suchtproblem motivieren.
Der
Gesprächsführer lässt den Betroffenen selber sein ambivalentes,
widersprüchliches Verhalten ausarbeiten.
- Die
Ambivalenz bei ihm lassen und nicht wie früher den Part des Widersachers
übernehmen
- Das
Gespräch wird insofern direktiv geführt, als der Betroffene aktive
Unterstützung in der Formulierung und Auflösung seiner Ambivalenz erfährt
- Das
Gespräch wird dadurch für den Betroffenen angenehmer, entspannter und
partnerschaftlicher
Dabei können Gesprächstechniken sehr hilfreich
sein. Stellen Sie offene Fragen, hören Sie aktiv zu, würdigen Sie das Verhalten
des Gegenübers, fassen Sie das Gesagte zusammen, gehen Sie flexibel mit
Widerstand und (Gegen-)Argumenten um, fördern Sie die Selbstwirksamkeit und die
Zuversicht.
Im
Folgenden sind die 6 Stufen des transtheoretischen Modells nach Prochaska,
Norcross & DiClemente aufgeführt.
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Bei
der motivierenden Gesprächsführung handelt es sich nicht um eine
psychotherapeutische Technik, sondern um eine therapeutische Haltung, welche
variabel einsetzbar und oft wirksam ist. Grundsätzlich geht es darum, bei
Betroffenen die Eigenmotivation zur Verhaltensänderung zu erhöhen. Im
Suchtbereich ist dieser Ansatz von William R. Miller und Steven Rollnick weit
verbreitet. Diese gehen von der Annahme aus, dass ein Mensch bezüglich seiner
Verhaltensänderung durchaus ambivalent ist. Mit anderen Worten, es gibt gute
Gründe die dafür und gute Gründe, die dagegen sprechen, das Verhalten zu
verändern.
Die
motivierende Gesprächsführung setzt daher beim Gesprächsführer eine bestimmte
Haltung voraus. Mit Druck, Überredungskünsten und Konfrontation lassen sich
Menschen kaum zur Auseinandersetzung mit ihrem Suchtproblem motivieren.
Der
Gesprächsführer lässt den Betroffenen selber sein ambivalentes,
widersprüchliches Verhalten ausarbeiten.
- Die
Ambivalenz bei ihm lassen und nicht wie früher den Part des Widersachers
übernehmen
- Das
Gespräch wird insofern direktiv geführt, als der Betroffene aktive
Unterstützung in der Formulierung und Auflösung seiner Ambivalenz erfährt
- Das
Gespräch wird dadurch für den Betroffenen angenehmer, entspannter und
partnerschaftlicher
Dabei können Gesprächstechniken sehr hilfreich
sein. Stellen Sie offene Fragen, hören Sie aktiv zu, würdigen Sie das Verhalten
des Gegenübers, fassen Sie das Gesagte zusammen, gehen Sie flexibel mit
Widerstand und (Gegen-)Argumenten um, fördern Sie die Selbstwirksamkeit und die
Zuversicht.
Im
Folgenden sind die 6 Stufen des transtheoretischen Modells nach Prochaska,
Norcross & DiClemente aufgeführt.
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Stufe
1 Sorglosigkeit ("precontemplation")
- kein
eigenes Problembewusstsein
- keine
Veränderungsintention für die nächsten sechs Monate
- Informationen
bzgl. Risikoverhalten werden ausgeblendet
- Auseinandersetzung/Reflektion
des Risikoverhaltens wird vermieden
- Hauptmerkmal:
Widerstand gegen Erkennen oder Veränderung des Risikoverhaltens
- Stufe ist
sehr stabil
Gesprächsschwerpunkt:
- Information & wertschätzende Rückmeldung
- Zweifel
aufkommen lassen
Stufe
2 Bewusstwerden ("contemplation")
- Veränderung
wird gleichzeitig erwägt und verworfen
- Bewusste
Auseinandersetzung mit eigenem Risikoverhalten ohne unmittelbare Ergreifung
von Veränderungsmaßnahmen
- Ausgewogene
Balance zwischen Vor- und Nachteilen einer Veränderung des Verhaltens
- Entschluss
zu Handlungen kann nicht gefasst werden
- Besorgnis und Sorglosigkeit wechseln
- Es wird
erwägt, das problematische Verhalten in den nächsten sechs Monaten zu verändern
Gesprächsschwerpunkt:
- vorsichtiger, wertschätzender Anstoss zur Veränderung
- Irritation:
beim Alten bleiben vs. Veränderung, Pro & Contra abwägen
- Stärken
Sie Selbstvertrauen zur Veränderungsfähigkeit
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Stufe
3 Vorbereitung ("preparation")
- Erste
Schritte zur Veränderung wurden eingeleitet, Zielverhalten wird in den nächsten
30 Tagen angestrebt
- ernsthaftes
Nachdenken über eine Veränderung
- hohe
Motivation, unmittelbar mit der Veränderung zu beginnen
- klare
Entscheidung für Verhaltensänderung
- gesammelt,
erste Schritte unternommen
- Phase als
Fenster der Möglichkeiten für einen gewissen Zeitraum offen
Gesprächsschwerpunkt:
- Suche nach realistischer und akzeptabler Veränderungsstrategie
- konkrete
Handlungspläne
- Informationen und Unterstützung
Stufe
4 Handlung ("action")
- Zielverhalten
wird seit weniger als sechs Monaten gezeigt
- aktive
Versuche, Problemverhalten zu verändern oder abzubauen
- Veränderungen
im eigenen Erleben und in den Umweltbedingungen werden
herbeigeführt
- Beobachtbares
Verhalten steht mehr im Vordergrund als kognitive Prozesse
- Aktivste
Phase im Prozess, hoher Aufwand, hohe Rückfallgefahr
Gesprächsschwerpunkt:
- konkrete
Veränderung begleiten
- Schritte unterstützen
Stufe
5 Aufrechterhaltung ("maintenance")
- Zielverhalten
wird seit mehr als sechs Monaten stabil beibehalten
- aktive
Phase, Zielverhalten wird konsolidiert
Gesprächsschwerpunkt:
- Abbruch-Prophylaxe
- Erzielte Veränderung verfestigen
- Abbruch vorbeugen
- Bei
Abbruch: Hilfe, die Handlung wieder aufzunehmen
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Stufe
6 Stabilisierung ("termination")
- Wie
Aufrechterhaltung, keine situative Versuchung bzw. Rückfallgefahr mehr
vorhanden
- Neue
Ziele und Perspektiven
Gesprächsschwerpunkt:
- Wie kann man Stabilisierung erreichen/unterstützen?
- Welche
Ansprechpartner hat der Betroffene bei Problemen?
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