Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interview)

 1 2 3 4 

Bei der motivierenden Gesprächsführung handelt es sich nicht um eine psychotherapeutische Technik, sondern um eine therapeutische Haltung, welche variabel einsetzbar und oft wirksam ist. Grundsätzlich geht es darum, bei Betroffenen die Eigenmotivation zur Verhaltensänderung zu erhöhen. Im Suchtbereich ist dieser Ansatz von William R. Miller und Steven Rollnick weit verbreitet. Diese gehen von der Annahme aus, dass ein Mensch bezüglich seiner Verhaltensänderung durchaus ambivalent ist. Mit anderen Worten, es gibt gute Gründe die dafür und gute Gründe, die dagegen sprechen, das Verhalten zu verändern.

Die motivierende Gesprächsführung setzt daher beim Gesprächsführer eine bestimmte Haltung voraus. Mit Druck, Überredungskünsten und Konfrontation lassen sich Menschen kaum zur Auseinandersetzung mit ihrem Suchtproblem motivieren.

Der Gesprächsführer lässt den Betroffenen selber sein ambivalentes, widersprüchliches Verhalten ausarbeiten.

  • Die Ambivalenz bei ihm lassen und nicht wie früher den Part des Widersachers übernehmen
  • Das Gespräch wird insofern direktiv geführt, als der Betroffene aktive Unterstützung in der Formulierung und Auflösung seiner Ambivalenz erfährt
  • Das Gespräch wird dadurch für den Betroffenen angenehmer, entspannter und partnerschaftlicher

Dabei können Gesprächstechniken sehr hilfreich sein. Stellen Sie offene Fragen, hören Sie aktiv zu, würdigen Sie das Verhalten des Gegenübers, fassen Sie das Gesagte zusammen, gehen Sie flexibel mit Widerstand und (Gegen-)Argumenten um, fördern Sie die Selbstwirksamkeit und die Zuversicht.

Im Folgenden sind die 6 Stufen des transtheoretischen Modells nach Prochaska, Norcross & DiClemente aufgeführt.

 1 2 3 4 

nach oben

 

Entzug
Gesammeltes Wissen über den ambulaten Entzug in der hausärztlichen Praxis.
»mehr


Forel Klinik
Islikonerstrasse 5
8548 Ellikon an der Thur
Telefon 052 369 11 11
Fax 052 369 11 12
E-Mail-Adresse der Forel Klinik 

Impressum Impressum und Disclaimer