August Forel Preis 2011
An der diesjährigen atf-Fachtagung wurde erstmals von der Forel Klinik und der Zürcher Kantonalbank der August Forel Preis vergeben. Ziel dieses Preises, der alle zwei Jahre vergeben wird, ist es, klinische und anwendungsbezogene Projekte im Bereich Alkohol-, Medikamenten- und Tabakabhängigkeit mit einem Preisgeld von SFr. 8'000.-- zu fördern.
Ein internationales wissenschaftliches Kuratorium, bestehend aus Suchtspezialisten in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland hat die eingegangenen Arbeiten bewertet und eine Auswahl getroffen. Ausgewählt für den ersten August Forel Preis wurde das Gemeinschaftsprojekt mit dem Titel
«Neurometabolische Veränderungen im akuten Nikotinentzug»
von Dr. Jochen Mutschler und Priv.-Doz. Andreas Gutzeit.
Dr. Jochen Mutschler hat nach seiner Assistenzarztzeit am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim im Jahr 2010 seine Facharztanerkennung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie erhalten und ist seither an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich als Oberarzt tätig.
PD Dr. med. Andreas Gutzeit hat seinen Facharzt in Radiologie im Jahr 2006 abgeschlossen und ist im Kantonsspital Winterthur als Leitender Arzt tätig. Im April diesen Jahres hat er sich im Fach Radiologie habilitiert.
Das Projekt untersucht, ob Hirnregionen, die eigentlich bei der Schmerzwahrnehmung aktiviert sind, auch im akuten Nikotinentzug reagieren und da mit einem erhöhten Verlangen assoziiert sind. Wenn dem so ist, könnten die Befunde verwendet werden bei der verhaltenstherapeutischen Nikotinentwöhnung. Damit gäbe es eine Verbindung zwischen neurometabolischen Veränderungen im Gehirn und Psychotherapie, was eine neue Ära in der Tabakentwöhnung einläuten könnte.
Die Gewinner des 1. August Forel Preises:
Dr. Jochen Mutschler und PD Dr. Andreas Gutzeit (Mitte), geehrt von Bernhard Bergmann (links, Vertreter des Sponsors Zürcher Kantonalbank) und PD Dr. Monika Ridinger (Chefärztin Forel Klinik).








